Traditioneller Feng Shui Kalender
Im heutigen China wird neben dem uns gewöhnlichen Kalender auch den traditionellen chinesischen Kalender benutzt, der auf 60-järigem Zyklus basiert. Mit diesem Kalender sind verschiedene Traditionen und Riten verbunden, die in China auch bis heute sehr wichtig sind. Ausserdem wird er auch in traditioneller chinesischer Medizin benutzt, die heutzutage auch europäische Medizin beeinflusst.
Der traditionelle chinesische Kalender wurde ca. Anfang des 1. Jahrhundert u.Z. gebildet. Er stellte den Versuch der Bildung des kosmologischen Modells des Weltraums dar. Er wurde zu jener Zeit gebildet, wann der Mensch nicht nur sich als Teil der Natur empfinden hat, sondern auch sich mit der Natur identifiziert hat, indem er alles überall – Steine, Bäume, Quellen – vergeistigt hat.
Die Erfindung des chinesischen Kalender sollen wir dem mythischen Keiser Chuan-Di (dem Gelben Keiser) verdanken. Die gelbe Farbe im Nahmen des Keisers ist keine Zufälligkeit. In China symbolisiert diese Farbe das Zentrum des Weltalls. Diese Farbe war auch das Privileg der Keiser, weil nur sie die gelbe Kleidungen tragen durften. Nach einer Sage war Chuan-Di gleichzeitig Herrgott und Regent des Zentrums. Er war hoch, hatte die Drachengestalt, den Horn der Sonne und 4 Ohren (oder nach anderer Sage 4 Gesichten). Er konnte alle 4 Himmelsrichtungen sofort beobachten. Er wohnte im Schloss, der mit 4 Mauern mit 12 Türmen umgibt war. Vor dem Schloss lag einen Fluss und das Gebirge, die immer glühten, weil sie sich den glühenden Wald entlang strecken. In der Flamme wohnte eine grosse Maus, die im Feuer rot und ohne Feuer schneeweiss war. Sie rannte aus dem Feuer, duschte sich kalt und amüsierte sich.
Diese Maus ist sehr wichtig, weil mit der Mausstunde (23-1 Uhr) beginnt der chinesische Tag und mit dem Holzmausjahr beginnt der 60-jährige Zyklus. Wie viel Mauer und Türme Chuan-Di in seinem Schloss hatte, ist auch wichtig.
Der chinesische Kalender ist ein Modell des Makrokosmos-Struktur. Im Grund der kosmologischen Ansichten der Chinese liegt die Auffassung über die Dreieinheit: der Himmel, die Erde und der Mensch, die durch Qi Energie verbunden sind. Die Qi Energie verwirklicht sich in der Form von 2 bipolaren Kräften – Yang und Yin. Die erste symbolisiert den männlichen, hellen, aktiven Aspekt des Daseins, die Sonne und das Leben; die zweite symbolisiert femininen, dunklen, passiven Aspekt, den Mond und den Tod. Aber das ist keinesfalls tragischer Unterschied zwischen Gutes und Schlechtes. Yang und Yin bedeuten auch Offenbares und Heimliches, Volles und Leeres, Form und Inhalt, Potential und Struktur. Diese 2 Kräfte bewegen sich immer. Die Spitze von Yang bringt Yin, die Spitze von Yin bringt Yang. Zwischen diesen Phasen gibt es auch die Phase zeitweiliger Bilanz. Im Kosmos entspricht der Yin-Spitze die Wintersonnenwende und die Mitternacht, das ist die Zeit der Yang-Geburt. Die Yang-Spitze symbolisiert die Sommersonnenwende und der Mittag. Die Bilanz dieser Kräfte ist Äquinoktialpunkte, Morgen und Abend. Diese Prozessen entsprechen den Prozessen im Organismus jeder Menschen.
Im Grund des chinesischen Kalender liegt der 60-jährige Zyklus der Qi Änderungen in zwei ihrer Formen – Yang und Yin. Sie bilden sich durch Himmel- und Erde-Qi. Die Himmel-Qi ändert sich nach 5 Feng Shui Elementen – Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser. Und jedes Feng Shui Element hat 2 Formen Yin und Yang. So bilden sie 10 himmeliche Stämme.
- Feng Shui Element Holz ist flexibel und symbolisiert Wuchs und Ausblühte.
- Feng Shui Element Feuer ist Höhepunkt der Qi-Entwicklung.
- Feng Shui Element Erde bringt Ernte. Das ist das Symbol der Harmonie und Stabilität.
- Feng Shui Element Metall kann schmelzen. Qi-Energie ändert sich noch, aber diese Änderungen führen zum Niedergang.
- Feng Shui Element Wasser kann Energie nur einsaugen. Das ist letztes Stadium. Wasser symbolisiert die Nacht, Dunkelheit, schwarze Farbe und den Tod.
Diese 5 Elementen symbolisieren Himmelsrichtungen (Holz – Osten, Feuer – Süden, Metall – Westen und Wasser – Norden) und das Zentrum des Weltalls – die Erde.
Die Maus aus der Sage war im noch nicht glühenden Wald geboren. Das ist die erste Phase – grüne Maus. Nach 12 Jahren kommt Feuer-Phase – der Wald glühet und die Maus wird rot. Es vergehen noch 12 Jahren und die Maus rannt aus dem Feuer und wird weiss (Metall). Und dann noch 12 Jahren, die Maus duscht sich und wird schwarz (Wasser).
Diese 10 himmliche Stämme fassen mit den 12 Phasen der Entwicklung der Erde-Qi, die man auch Erdestämme nennt.
Dafür benutzt man 12 Tiere – Maus, Ochse, Tiger, Hase, Drache, Schlange, Pferd, Schaf, Affe, Hahn, Hund und Schwein.
Der 60-jährige Zyklus beginnt mit dem Holzmausjahr und endet mit dem Wasserschweinjahr.
Irgendwelche Erscheinung, die mit der Dreieinigkeit – der Himmel, die Erde und der Mensch – verbunden ist, kann man mit diesen Symbolen beschreiben. Darauf basiert Feng Shui Horoskop Ba Zhai (4 Säulen des Schicksals) und verschiedene andere Feng Shui Methoden, sogar auch traditionelle chinesische Medizin.
In alten chinesischen Gesellschaft führte die Auffassung der Wichtigkeit der Harmonie zwischen dem Menschen und Kosmos zwei Modellen der Lebensweise. Eine versucht alle Lebensaspekten streng regulieren, die andere äusserte die Möglichkeit offen und natürlich zu leben. Man kann alle Prozessen im Leben oder im Kosmos durch geistliche Entwicklung erfahren.